Ab 1991


Teil 5: Die Grundschule und die Orientierungsstufe von 1991 bis heute
Im Jahre 1991 führte die Schulstrukturreform der Stadt Braunschweig zu einschneidenden Veränderungen. Die Hauptschulstandorte wurden unter anderem überprüft – ihre Anzahl verringert. Der Hauptschulstandort Wenden wurde mit Ablauf des Schuljahres 91/92 aufgelöst. Mit Ablauf des Schuljahres 91/92 endete auch die Amtszeit von Rektor Zimmermann.

Die Leitung der zunächst zweizügig ausgebauten Grundschule übernahm mit dem Schuljahr 92/93 Rektor Kroll. Das Kollegium der ehemaligen Hauptschule veränderte sich an andere Schulen. Die meisten Kollegen(innen) verblieben jedoch in der Grundschule und in der Orientierungsstufe.

GS und OS bewohnten den Gebäudekomplex Heideblick 18 gemeinsam. Nachdem sich in den Folgejahren Neubaugebiete im Einzugsgebiet Wenden-Thune-Harxbüttel entwickelten, baute sich als logische Folge auch die Grundschule Jahr für Jahr bis zur heutigen 3-Zügigkeit aus. Die Klassen hatten und haben heute noch im Durchschnitt 22-25 Schüler(innen), was eine Gesamtschüler(innen)-Zahl von 260 bis 280 ergibt. Das Kollegium der Grundschule setzt sich zur Zeit aus 18 Personen (15 Damen, 3 Herren) zusammen.

Die Orientierungsstufe war bis zu ihrer Auflösung im Sommer 2004 durchgängig fünf- bis sechszügig. Grundsätzlich mussten 1 bis 2 Klassen ins Lessinggymnasium ausgelagert werden. Der Werkunterricht fand für beide Schulen (OS und GS) in den entsprechenden Fachräumen im Lessinggymnasium statt. Das Lessinggymnasium benötigte im Sommer 2004 nach Auflösung der OS den Werkraum nicht mehr. Dieser sollte zur Sammlungszone für Naturwissenschaften umgebaut werden. Der Forderung der Grundschule nach einem eigenen Werk- und Maschinenraum in ihren Räumlichkeiten wurde seitens der Stadt entsprochen, was zum Umbau und der Verlagerung des Werk- und Maschinenraums aus dem Lessinggymnasium in die Grundschule führte.

Am 30. Juni 2000 führte eine einzigartige, beispielhafte Aktion alle drei Schulformen zusammen. Der gemeinsame Wunsch nach einer Wettkampf gerechten Leichtathletik-Anlage sollte realisiert werden. Die Stadt Braunschweig hatte 100.000 DM in den Haushalt eingestellt, die fehlenden 40.000 DM sollten die Schulen beisteuern. Die drei Schulen veranstalteten einen gesponserten Duathlon – Sponsoren "bezahlten" gelaufene, gewanderte, geskatete und geschwommene Strecken. Kuchen-, Getränke- und Bratwurstverkauf erweiterte den Gesamterlös auf ca. 45.000 DM – die Leichtathletik-Anlage konnte gebaut werden und wurde auch sofort realisiert.

Gleichermaßen erfolgreich war im Jahr 2002 der gemeinsame Kampf der drei Schulen um den Erhalt der Bücherei am Standort Wenden – für alle ein wichtiger kultureller und pädagogischer Anlaufpunkt in der schulischen Arbeit.

Nach Auflösung der OS Wenden verteilte sich das OS-Kollegium auf die verschiedenen Schulformen quer durch Braunschweig – einige wechselten in das Lessinggymnasium und sind dort vornehmlich im Fachunterricht in der Sekundarstufe I eingesetzt.

Die DRK Ganztagsbetreuung und der Teiga-Treff (Teil- und Ganztagstreff – ein außerschulisches Angebot in Anlehnung an das Modell der Kinder – und Teenyklubs der Stadt Braunschweig) hielt ihre Angebote sowohl für Orientierungsstufe als auch die Grundschule vor. Für beide Schulformen konnte jeweils 10 Kinder in der Hortbetreuung bis 17:00 Uhr aufgefangen werden. Nach dem Wegfall der Hauptschule hatte die ehemalige Schulküche in diesem Bereich als Minimensa eine wertvolle neue Aufgabe erhalten. Außerdem wurde sie für Koch- und Backprojekte von allen Schulformen genutzt.

Nach dem Wegfall der Orientierungsstufe hat das DRK ihr Angebot für die Grundschule erweitert. Nunmehr werden 20 Grundschulkinder im Hort betreut, es gibt weiterhin an zwei Nachmittagen für weitere Grundschulkinder die Möglichkeit, am Mittagessen-, Hausaufgabenbetreuung- und AG-Angebot gegen Entgelt teilzunehmen. An den restlichen drei Wochentagen hält das DRK ein sogenanntes "offenes Angebot" für Grundschulkinder vor.

Die zurückliegenden 13 Jahre wurden und sind immer noch von pädagogischen, inhaltlichen und organisatorischen Veränderungen geprägt. Die Vorgaben aus dem Kultusministerium halten die Grundschule ständig innovativ in Atem.

Auch der Computer, der 1993 zunächst in der Verwaltung die elektrische Schreibmaschine ablöste, hat das Schulleben bis in den Klassenraum rasant verändert und fordert die Erneuerung und Umstrukturierung der pädagogischen Konzepte – durch die unglaublich schnelle Entwicklung der neuen Technologien ist die Schule, der Schulträger, sind die Lehrer(innen) und die Schulleitung unglaublich gefordert, Schritt zu halten und alle Aufgaben zu bewältigen.

Auch auf die Veränderungen in unserer Gesellschaft musste die Schule reagieren. Mit dem Schuljahr 2000/2001 wurde die Grundschule Wenden als eine der ersten von 42 Braunschweiger Grundschulen "Verlässliche Grundschule". In Kooperation mit dem DRK und seinen pädagogischen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen wird der Schulvormittag im Rahmen von 5 Zeitstunden in allen Jahrgangsstufen mit Unterricht und Betreuung verlässlich gestaltet und abgedeckt.

Als Bausteine für die VGS (Verlässliche GrundSchule) müssen "Vertretungskonzept", "Betreuungskonzept", "Förderkonzept", "Bewegungszeit-Konzept" und Unterricht genannt werden. Das Fach Englisch ist auch ein Baustein der VGS. Hatte das Fach seit 1992 AG-Charakter, so ist es seit einigen Jahren 2-stündiges Fach, das neuerdings auch benotet wird.

Für Vertretungsunterricht verwaltet die Grundschule ein eigenes Budget, in dessen Rahmen pädagogische Mitarbeiter(innen) durch den Abschluss von Arbeitsverträgen eingebunden werden können – ein erster Schritt in Richtung "eigenverantwortliche Schule".

Nunmehr seit 7 Jahren vom Kultusministerium gefordert und auch im Laufe der Jahre eigenständig geschehen, ist die Grundschule ständig damit befasst, ihr Schulprogramm und -profil zu entwickeln bzw. zu erarbeiten.

Dieser Entwicklungsprozess wird allerdings stets durch neue Vorgaben und Aufträge aus dem Kultusministerium verkompliziert. Neu sind seit 2 Jahren die Sprachstandsfeststellungen für Schulanfänger des Folge-Schuljahres schon zu Beginn eines Schuljahres und die Einrichtung von Sprachförderkursen zum 2. Schulhalbjahr.

Besonderer Druck lastet auf der Grundschule durch die Auflösung der Orientierungsstufe. Die Vermittlung, Beratung und Feststellung von Trends bzw. Empfehlungen für den Besuch der weiterführenden Schulen ist nun Aufgabe der Grundschule ab Klasse 4. Neu ist dadurch auch die Versetzungsentscheidung nach Klasse 3. Neu ist ab kommendem Schuljahr die Erstellung individueller Förderpläne für alle Kinder. Damit dieser Prozess besser ausgesteuert werden kann, ist die GS Wenden seit diesem Schuljahr in das RIK (Regionales Integrations Konzept) eingebunden.

Neue Dimensionen wird die Zusammenarbeit im Rahmen der vorschulischen Förderung mit den Kindergärten annehmen. Sowohl auf die Grundschule als auch auf alle anderen Schuleformen kommt die Inspektion durch das Kultusministerium zum Zwecke der Analyse und Beratung im Hinblick auf Verbesserung von Schulqualität zu.

Die Grundschule Wenden lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt als freundliche, kooperative, aufgeschlossene und offene Stadtrandschule mit sportlichem Schwerpunkt klassizifieren.

Zusätzlich zu ihrem 5-stündigen verlässlichen Rahmen bietet sie täglich bis 16:30 Uhr insbesondere sportliche, demnächst auch musische Zusatzangebote im direkten Anschluss an den Unterricht in Kooperation mit Vereinen, Fachverbänden, musischer Akademie und DRK an. Die sportlichen Angebote verstehen sich grundsätzlich zur Förderung von Gesundheit und Mittel zur Gewaltprävention. Sie (Judo, Leichtathletik, Fußball, Golf, Hockey, Tischtennis, Trampolin, Zirkus) sind sowohl breitensportlich als auch leistungsbezogen ausgerichtet.

Die Grundschule Wenden praktiziert eine offene, kooperative und zugewandte Elternarbeit, was sich positiv bei der Umsetzung von Projekten und der Gestaltung von Schulleben auswirkt.

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Kontakt
Grundschule Wenden
Heideblick 18
38110 Braunschweig

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Mo bis Fr - 7:15 Uhr bis 13:45 Uhr

+49 (0)162 2498061